Die Legende besagt, dass um 300 v. Chr. die vergeblichen Rettungsversuche für den Dichter Qu Yuan den Ursprung der Drachen-bootrennen darstellen. Fischer wollten ihn mit lautem Trommeln und wilden Paddelschlägen vor gefährlichen Fischen schützen.

Der Poet und Staatsmann Qu Yuan war durch seine Reformpolitik beim chinesischen Königshof in Ungnade gefallen und wurde in die Provinz verbannt. Verzweifelt, weil er nichts mehr für sein geliebtes Land und die Menschen bewirken konnte, beschloss er, sich das Leben zu nehmen. Er stürzte sich in die Fluten des Mi-Luo-Flusses. Fischer und Bauern versuchten, ihn zu retten: Sie paddelten mit ihren Booten auf den Fluss hinaus und trommelten laut, um die bösen Geister und gefräßigen Fische zu verscheuchen. Doch ihre Bemühungen waren vergeblich – der Dichter fand in den Fluten den Tod. Seitdem wird in China die Suche nach dem Geist des Dichters in Form von Drachenbootrennen traditionell fortgeführt.

Das erste moderne Drachenboot-Festival fand 1976 in Hongkong statt. Über die USA, Neuseeland und Kanada gelangte die Bewegung schließlich nach Europa.

1989 wurde das Drachenbootfahren in Deutschland etabliert, als es anlässlich des
800. Hafengeburtstags in Hamburg das erste Drachenboot-Festival gab. Mittlerweile finden in Deutschland regelmäßig Deutsche Meister-schaften, Europa- und Weltmeisterschaften statt.

Neben den offiziellen Meisterschaftsveranstaltungen erfreuen sich immer mehr Fun- und Firmen-Regatten großer Beliebtheit. Hier treten Freizeitmannschaften aus Betrieben, Institutionen und Vereinen gegeneinander an.

Das erste Drachenbootrennen in Frankfurt fand 1991 im Rahmen der Neukonzeption des Museumsuferfestes statt. Seitdem gewinnt der Drachenbootsport in Frankfurt und Umgebung jedes Jahr mehr aktive Anhänger.